De
 

LEHRVERANSTALTUNGEN SOMMERSEMESTER 2014

 

 

SEMINAR: Lina Bo Bardi 1OO. Leben, Schriften und Werk der Architektin im Kontext der Architekturgeschichte Brasiliens

Univ.-Prof. Dr. phil. Andres Lepik, Simone Bader
Wahlmodul Architekturanalyse (Master) / Vertiefungsfach (Diplom),  6 ECTS / 4 SWS
Do 15.00-18.00, Raum 0347 | Beginn: 10.4.2014

Lehrstuhl für Architekturgeschichte und kuratorische Praxis

Kursbeschreibung: Das Modul vermittelt den Studierenden ein vertieftes Wissen vom Leben und Werk Lina Bo Bardis vor dem Hintergrund der brasilianischen Architekturgeschichte zwischen 1940 und 1980. Die Entwicklung ihrer Architektur soll von Studierenden analysiert und in seiner Besonderheit verortet werden. Dafür sollen Werke einzelner bedeutender Architekten des Landes und der Epoche zum Vergleich herangezogen werden. Die Vermittlung von architekturtheoretischen Grundlagen dient dabei als Ergänzung der Diskussion. Zudem ist das Seminar an die Vorbereitung der Ausstellung „Lina Bo Bardi 1OO“ des Architekturmuseums geknüpft und möchte die Studierenden in die Erarbeitung von Ausstellungsinhalten mit einbeziehen. mit den Themen angeregt. Sie vertiefen ihre Erkenntnisse durch die selbständige Arbeit und gewinnen eigene Perspektiven und Fragestellungen, die sie am Schluss des Seminars in schriftlicher Form präsentieren.

 

SEMINAR: Die Architektur des Orientalismus

Peter Christensen
Wahlmodul Architekturanalyse (Master) / Vertiefungsfach (Diplom),  6 ECTS / 4 SWS
D0 11.30-14.45, Raum 0347 | Beginn: 10.4.2014 | Sprache: Englisch

Lehrstuhl für Architekturgeschichte und kuratorische Praxis

Kursbeschreibung: Dieses Seminar behandelt die Politik des architektonischen Wissens und wie politische und ideologische Haltungen, Einstellungen und Vorurteile die Darstellung, Kodifizierung und Produktion der Architektur beeinflussen - und manchmal diktieren. Das zentrale Thema ist der Orientalismus, wie er historisch und kulturell konstruiert wurde. Unter Annahme eines flexiblen historischen Rahmens untersucht das Seminar ausgewählte Beispiele der kulturellen Begegnung zwischen dem deutschsprachigen Europa und dem "Orient" vom achtzehnten Jahrhundert bis zur Gegenwart. Dabei werden Texte, Bilder, Architekturprojekte und institutionelle Traditionen, die einflussreich und / oder paradigmatisch bei der Gestaltung der Konzepte und Bilder des "Orient" im deutschsprachigen Raum durch die Geschichte waren, kritisch beurteilt. Dazu gehören Abhandlungen von Orientalisten und Orientreisenden sowie neuerdings auch von Wissenschaftlern.

 

SEMINAR: Architektur als Schauobjekt – Analyse von Architekturmodellen an Beispielen aus der Sammlung des Architekturmuseum der TU München

Univ.-Prof. Dr. phil. Andres Lepik, Dr.-Ing. Irene Meissner
Wahlmodul (Master), 6 ECTS / 4 SWS
Di 15.00-18.15, Raum 0347 | Beginn: 8.4.2014

Architekturmuseum

Kursbeschreibung: Architekturmodelle dienen vielfältigen Aufgaben: der Präsentation, Formfindung, Konkretisierung und räumlichen Erfassung eines Entwurfs, im Sonderfall treten sie sogar an die Stelle der zeichnerischen Konzeption. Gegenüber der Zeichnung ist das Modell als dreidimensionales Objekt generell der Bauausführung näher. Je nach Funktion lassen sich verschiedene Arten unterscheiden: Arbeits-, Entwurfs-, Lehr-, Wettbewerbs-, Präsentations-, Städtebau-, Massen-, Detail- oder Computermodell; gelegentlich können Modelle auch mehrere Aufgaben erfüllen. Als Materialien dienen häufig Pappe, Holz, Gips, Kunststoff, Metall, Styrodur und gelegentlich auch Wachs oder Porenbeton.

Die Arbeit mit Modellen ist seit der Renaissance ein wesentlicher Teil des Entwurfs- und Formfindungsprozesses von Architekten. Mit der digitalen Revolution entstand die Möglichkeit, Modelle virtuell zu generieren und direkt vom Computer über CNC-Fräsen zu produzieren.

Anhand von ausgewählten Modellen, die sich in der Sammlung des Architekturmuseums der TU München befinden, sollen diese hinsichtlich ihrer Planungsabsicht, ihrer Funktion im Entwurfsprozess und in Bezug auf das verwendete Material analysiert sowie in den architekturgeschichtlichen Kontext eingeordnet werden. Gastreferenten werden über Fragen des Modellbaus, der Konservierung und Präsentation berichten.