Symposium “Convivium. Food Systems at the Limit” 23. - 24. April 2026

April 23, 2026, 8:30–16:00 Uhr

Ort: Vorhoelzer Forum der Technischen Universität München
Anmeldung at: anmeldung@architekturmuseum.de
Eintritt: Der Eintritt ist kostenlos

08:30–08:50 Uhr: Anmeldung
08:50–09:00 Uhr: Einführung durch Andres Lepik

09:00–10:30 Uhr:
Panel I GEWÄCHSHÄUSER: Automatisierung, Arbeit und Klima als Dienstleistung
(20 Min. pro Präsentation, anschließend 30 Min. Fragerunde)

Neal Haddaway
Gent Shehu
Solidarische Landwirtschaft München Kartoffelkombinat
Moderation: Andjelka Badnjar

10:30–11:00 Uhr: Pause

11:00–12:30 Uhr:
Panel II FARMS: Zum materiellen Ökosystem der globalen Rinderhaltung
(20 Min. pro Präsentation, anschließend 30 Min. Fragerunde)

Victor Muñoz Sanz
Sofia Nannini
Tamar Novick
Moderated by Andres Lepik

12:30–13:30 Uhr: Mittagessen

13:30–15:00 Uhr:
Panel III LANDS: Zur planetaren Futtermittelproduktion in ländlichen Gebieten – Soja, Getreide und Bodenthemen (20 Minuten pro Präsentation, anschließend 30 Minuten Fragerunde)

Nikos Katsikis
Mark Titley
Sinan von Stietencron
Moderated by TBC

15:00–16:00 Uhr
Panel IV FISH: Can small scale fisheries be an alternative to the industrial fishing?

Gespräch zwischen André Tavares und Diego Inglez de Souza, moderiert durch Stefan Pielmeier

18:00–19:00 Uhr:
Keynote Lecture by Raj Patel
Ernst von Siemens Auditorium in the Pinakothek der Moderne
Introduction by Andres Lepik

24. April 2026, 10:00–13:00 Uhr

Erweiterte Führung durch die Ausstellung „Convivium. Lebensmittelsysteme am Limit“ mit Autoren, Kuratoren und Designern

Architekturmuseum der TUM
Anmeldung: anmeldung@architekturmuseum.de
Eintritt: Der Eintritt ist kostenlos

10:00–10:30 Uhr: Anmeldung
10:30–13:00 Uhr: Führung

Programm Highlights:
Andres Lepik und Andjelka Badnjar: Einleitung, Schlussfolgerung und Moderation
Amelie Steffen, Maximilian Atta und Jan Müller: Ausstellungsdesign
Oykü Tok: Materialien
Nicole Huminski, Víctor Muñoz Sanz und Nikolai Huber: Der Film “The True Type”
Dániel Szalai: Künstler Präsentation
Johannes Schwartz: Fotografie in der Ausstellung
Kees de Klein: Präsentation der Wand “Serving Suggestions”
+ Víctor Muñoz Sanz, Sofia Nannini, Gent Shehu, Neal Haddaway, André Tavares, Nikos Katskis

Kurz-CVs der Beteiligten

Maximilian Atta absolvierte sein Bachelorstudium in Architektur an der Bauhaus-Universität Weimar – einschließlich eines Auslandssemesters an der Glasgow School of Art. Anschließend sammelte er berufliche Erfahrung in Berlin und Zürich. Derzeit schließt er sein Masterstudium an der TUM ab und arbeitet dort am Lehrstuhl für Architekturgeschichte und kuratorische Praxis in der Forschung und an Ausstellungsprojekten mit.

Andjelka Badnjar ist Kuratorin am Architekturmuseum der TUM, Architektin und Postdoktorandin am Lehrstuhl für Architekturgeschichte und kuratorische Praxis der Technischen Universität München. Ihre Forschungsinteressen konzentrieren sich auf die Untersuchung kollektiver Praktiken des Bauens und auf Verbindungen zwischen Sozialtheorie und kollektiver Produktion von Architektur. Zuletzt war sie Ko-Kuratorin der Ausstellung Trees, Time, Architecture! Entwerfen im Wandel am Architekturmuseum der TUM (2025).

Neal Haddaway ist Fotograf und Journalist mit mehr als zwanzig Jahren Erfahrung in der Umweltforschung. In seiner Arbeit untersucht er die sozialen und ökologischen Auswirkungen von Lebensmittelsystemen und ihren Lieferketten. Seine Praxis verbindet visuelles Erzählen mit wissenschaftlicher Recherche und partizipativer Ethnografie.

Nikolai Huber ist Kameramann mit Sitz in München. Seine figurenzentrierte Arbeit wurde unter anderem im Museum of Modern Art in New York sowie beim Toronto International Film Festival (TIFF) gezeigt und auf dem International Documentary Film Festival Amsterdam (IDFA), bei Camerimage und mit dem Deutschen Kamerapreis ausgezeichnet. Zu seinen jüngsten Projekten zählen der Langfilm Bubbles und der Dokumentarfilm No More Trouble, der 2024 in Rom Premiere hatte.

Nicole Humiński ist eine deutsch-polnische Filmregisseurin. Ihr narrativer Kurzfilm But I Never Asked feierte 2024 Premiere bei PÖFF Shorts im Rahmen des Tallinn Black Nights Film Festival. Für ihren Film Ich weiche ja in meinem Leben jeglichem Zwang aus erhielt sie 2025 den Deutschen Kamerapreis im Bereich Schnitt. Humiński arbeitet unter anderem mit dem Architekturmuseum der TUM, dem Deutschen Polen-Institut sowie dem NS-Dokumentationszentrum München zusammen.

Diego Inglez de Souza ist Architekt und wurde an der Universität São Paulo in Geschichte, Architektur und Urbanismus promoviert. Derzeit ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Faculdade de Arquitectura da Universidade do Porto (FAUP), wo er zu Fischereiwesen, Kulturerbe und transatlantischen Modernitäten forscht. Er ist Autor des Buches Reconstruindo Cajueiro Seco (2010) und Mitautor von Arquitectura do bacalhau e outras espécies (2022).

Nikos Katsikis ist Tenure-Track-Assistenzprofessor für Urban Design an der TU Delft. Er arbeitet an der Schnittstelle von Urbanisierungstheorie, territorialem Entwurf und Geodatenanalyse. Seine Forschung untersucht die soziometabolischen Beziehungen zwischen Städten und ihren „operativen Landschaften“ der Produktion, Zirkulation und Entsorgung. Zudem ist er Mitbegründer der Forschungsplattform Terra Urbis.

Kees de Klein arbeitet als Bildgestalter in Amsterdam. Seine Praxis ist stark kollaborativ geprägt und bewegt sich zwischen kulturellen Projekten und Auftragsarbeiten. Gemeinsam mit Forschenden, Künstler:innen und Institutionen entwickelt er Bildwelten, die komplexe Inhalte in klare, kraftvolle und oft haptische Visualitäten übersetzen – von grafischen Erscheinungsbildern und Publikationen über digitale Interfaces bis hin zu fotografischen Arbeiten.

Andres Lepik ist Direktor des Architekturmuseums der Technischen Universität München und Professor für Architekturgeschichte und kuratorische Praxis an der TUM. Zuvor war er als Kurator an der Neuen Nationalgalerie in Berlin sowie in der Abteilung Architecture and Design des Museum of Modern Art in New York tätig. Zu den mehr als dreißig Ausstellungen, die er am Architekturmuseum der TUM realisiert hat, zählen unter anderem AFRITECTURE – Bauen mit der Gemeinschaft (2013–14) und Who’s Next? Obdachlosigkeit, Architektur und die Stadt (2022–23).

Jan Müller studiert im Masterstudiengang Architektur an der TUM. Für seine Bachelorarbeit erhielt er eine lobende Erwähnung beim BDA‑Studienpreis 2025, vergeben von der Bayerischen Landesgruppe des Bundes Deutscher Architektinnen und Architekten (BDA). Neben Erfahrungen in der Lehre sowie in Architekturbüros in Deutschland und der Schweiz wirkte er 2023 als Mitglied von Atelier35 an der 18. Internationalen Architekturbiennale in Venedig mit, wo die Gruppe einen temporären Pavillon realisierte.

Víctor Muñoz Sanz ist Assistenzprofessor für Urban Design an der TU Delft. In seiner Arbeit entwickelt und leitet er Forschungsprojekte, die sich kritisch mit der Architektur und dem Städtebau der Arbeitswelt – in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – auseinandersetzen. Dabei untersucht er, wie die Gestaltung produktiver Landschaften mit technologischen Entwicklungen und unterschiedlichen Formen von Organisation und Management verflochten ist.

Sofia Nannini ist Assistenzprofessorin für Architekturgeschichte an der Polytechnischen Universität Turin. In ihrem aktuellen Forschungsprojekt „Animal Farm: An Architectural History of Intensive Animal Farming (1570–1992)“ untersucht sie die Entwicklung und räumlichen Ausdrucksformen intensiver Tierhaltungspraktiken. Für dieses Projekt erhielt sie 2025 einen Starting Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC).

Tamar Novick ist Wissenschafts-, Technik-, und Umwelthistorikerin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Landwirtschaft, Tiere, Körperabfälle und Fruchtbarkeit in Palästina*Israel. Ihr Buch, Milk and Honey: Technologies of Plenty in the Making of a Holy Land (MIT Press, 2023), wurde mit dem George Perkins Marsh Prize 2024 für das beste Umweltgeschichtebuch ausgezeichnet und war Finalist für den 4S Rachel Carson Prize. Sie ist Herausgeberin von drei Sonderausgaben der Zeitschriften Technology and Culture, Journal of Material Culture und Osiris.

Raj Patel ist Research Professor an der Lyndon B. Johnson School of Public Affairs der University of Texas at Austin. Er ist Mitglied des International Panel of Experts on Sustainable Food Systems (IPES-Food) sowie des Council von Progressive International und wurde mit dem Leadership Award der James Beard Foundation ausgezeichnet. Zu seinen Veröffentlichungen zählen Stuffed and Starved: The Hidden Battle for the World Food System und – gemeinsam mit Jason W. Moore – A History of the World in Seven Cheap Things sowie Inflamed, das er zusammen mit Rupa Marya verfasst hat.

Stefan Pielmeier studiert Architektur an der TUM und der Aarhus School of Architecture. In seiner akademischen Arbeit untersucht er, wie kulturelles Erbe, Architektur und Transformationsprozesse im Hinblick auf zukünftige räumliche Praktiken ineinandergreifen. Er war an verschiedenen Forschungs‑ und Projektarbeiten beteiligt, die sich – sowohl im wissenschaftlichen als auch im kuratorischen Umfeld – mit Fragen des kulturellen Erbes befassen. Zudem wirkt er als kuratorische Assistenz an der Forschungs‑ und Ausstellungsarbeit des Architekturmuseums der TUM mit.

Johannes Schwartz ist ein in Deutschland geborener Fotograf, der in Amsterdam lebt und arbeitet. Er studierte Fotografie an der Gerrit Rietveld Academie, wo er später von 2004 bis 2010 den Fachbereich Fotografie leitete und weiterhin lehrt. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Museen und Galerien präsentiert, darunter dem Stedelijk Museum Amsterdam, dem Van Gogh Museum, dem Fotomuseum Den Haag sowie der Pratt Photography Gallery in New York. 2011 vertrat er die Niederlande auf der Architekturbiennale in Venedig im Rahmen der Ausstellung Opera Aperta / Loose Work.

Gent Shehu ist Doktorand im Bereich Urban Design an der TU Delft. In seinem Forschungsprojekt untersucht er, wie Automatisierung und künstliche Intelligenz zeitgenössische Produktionsumgebungen verändern – insbesondere die datengetriebenen niederländischen Gewächshauslandschaften. Er hat einen Masterabschluss in Architektur und Städtebau der Polis University in Tirana sowie ein Post‑Master‑Diplom von The Berlage in Delft. Neben seiner Forschung ist Shehu als Architekt in seiner Heimatstadt Skopje tätig.

Amelie Steffen hat ihren Bachelor in Architektur an der Bauhaus‑Universität Weimar erworben und absolvierte zudem ein Auslandssemester an der Glasgow School of Art; erste Berufserfahrungen sammelte sie in Berlin und Zürich. Zur Zeit studiert sie im Masterstudiengang Architektur an der Technischen Universität München und wirkt am Lehrstuhl für Architekturgeschichte und kuratorische Praxis an Forschungsprojekten und Ausstellungsentwicklungen mit.

Sinan von Stietencron ist Philosoph und leitender Koordinator Bildung und Bodennetzwerk bei der Stiftung Kunst und Natur. Er unterstützt das EU‑geförderte Projekt „SOIL: Our Invisible Ally“ als Kommunikationsleiter und koordiniert zudem das Panel Ernährung und Gesundheit des Forum Nantesbuch, einem transdisziplinären Expert:innennetzwerk, das sich lebendigen Böden widmet.

Dániel Szalai ist ein ungarischer bildender Künstler, Fotograf und Forscher. In seinen Arbeiten setzt er sich mit den Beziehungen zwischen Mensch und Tier auseinander und beleuchtet darüber hinaus gesellschaftspolitische und ökonomische Fragestellungen. Derzeit promoviert er im Fachbereich Multimedia Art an der Moholy‑Nagy University of Art and Design in Budapest.

André Tavares ist Architekt und Forscher an der Fakultät für Architektur der Universität Porto (FAUP). Er leitet das vom Europäischen Forschungsrat (ERC) geförderte Projekt „Fishing Architecture“. Er ist zudem Gründer des Verlagshauses Dafne Editora in Porto. Zu seinen Veröffentlichungen zählen The Anatomy of the Architectural Book (2016), Vitruvius Without Text (2022) und Architecture Follows Fish (2024).

Mark Titley wurde an der Durham University im Fach Conservation Ecology promoviert und arbeitet als Senior Research Associate bei der gemeinnützigen Organisation Global Canopy in Oxford. Dort ist er im Rahmen von Trase tätig – einer 2015 gegründeten, datenbasierten Transparenzinitiative, die globale Agrarlieferketten mit Entwaldung untersucht und sichtbar macht. In seiner Forschung beschäftigt er sich mit Landnutzungswandel, Biodiversitätsverlust, den Auswirkungen des Klimawandels sowie den politischen Ökologien des internationalen Handels.

Öykü Tok ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur Architecture and Design der Technischen Universität München, wo sie auch promoviert. Ihre Forschung beschäftigt sich mit bioregionalem Prototyping unter Verwendung landwirtschaftlicher Reststoffe im Rahmen des EU‑geförderten BIOARC‑Projekts. Ihr Schwerpunkt liegt auf regenerativen Materialpraktiken – insbesondere auf der zirkulären Wiederverwendung industrieller und landwirtschaftlicher Nebenprodukte für architektonische Anwendungen.