Logo der Ausstellung
A/C CITY – Remote Control. © Wolfgang Lehrner, 2024.
“Viel Strom kann Ihr Zuhause der Zukunft zu einem Haus voller Wunder machen!” America's Independent Electric Light and Power Companies, Werbung, LIFE, September 10, 1956.
An Fassaden montierte Klimaanlagen in Singapurs Chinatown. Dietmar Rabich, 2019. Creative Commons Lizenz.
Ein Eisblock dient während einer sommerlichen Hitzewelle als temporärer Ort der Abkühlung in Tokio, Japan. © Christian Hepf, 2024.

Air Conditioned Eröffnung: 18. November 2026, 19 Uhr | Laufzeit: 19. November 2026 – 4. April 2027

Architektur zwischen Behaglichkeit und Klimawandel

Ausstellung des Architekturmuseums der TUM in der Pinakothek der Moderne und des Lehrstuhls für Gebäudetechnologie und klimagerechtes Bauen der TUM.

Die Aufrechterhaltung von thermischem Raumkomfort trägt zum klimatischen Unbehagen auf unserem Planeten bei. Gebäude sind heute für etwa ein Viertel der globalen CO₂-Emissionen verantwortlich, wobei Heizen und Kühlen allein fast 40% aller energiebedingten Emissionen ausmachen. Die globale Erwärmung wird den Energieverbrauch für die Klimatisierung von Innenräumen weiter erhöhen. Dies erfordert eine dringende Auseinandersetzung damit, wie Räume gekühlt werden und warum sich dies kulturell verfestigt hat. Denn Komfort lässt sich nicht universell messen. Er ist vielmehr ein Resultat westlicher wissenschaftlicher und geopolitischer Vorstellungen, die andere thermische Kulturen und Praktiken marginalisiert haben.

Die Ausstellung zeigt, welche Auswirkungen jahrzehntelange architektonische Praxis mit energieintensiven Kühlsystemen hat, die oft den tatsächlichen Bedarf übersteigen und möchte den Anspruch auf thermische Behaglichkeit in einer sich erwärmenden Welt neu aushandeln. Die ökologischen, sozialen und ökonomischen Kosten der Raumklimatisierung werden beleuchtet und Besucher*innen eingeladen, die verstrickten Rollen von Architektur, Technologie, Kultur und menschlichem Körper neu zu betrachten.

Kurator:innen und Projektmanagement: Cara Hähl-Pfeifer, Bilge Kobas, Sebastian Clark Koth
Ausstellungskonzept und Forschung: Cara Hähl-Pfeifer, Christian Hepf, Bilge Kobas, Sebastian Clark Koth, Sandra Persiani

Rechercheassistenz: Alice Morgane Fleury

Museumsdirektor: Andres Lepik

Forschungskoordination: Thomas Auer

Ausstellungsgestaltung: optimist office

Grafische Gestaltung: Happy Little Accidents

FÖRDERUNG/ KOOPERATIONEN

PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne e.V. und den Kooperationspartner der Allianz
Freundeskreis Architekturmuseum TUM

Publikation

Die Ausstellung wird begleitet von einer umfassenden Publikation, die zentrale Themen der Ausstellung durch Essays und Bildbeiträge vertieft.

Herausgeber:innen: Cara Hähl-Pfeifer, Christian Hepf, Andres Lepik, Sandra Persiani

Wiss. Beirat: Thomas Auer, Bilge Kobas, Sebastian Clark Koth
Grafische Gestaltung: Happy Little Accidents
Verlag: Park Books